[Rezension] Christine Féret-Fleury - Dornröschentod

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Titel: Dornröschentod
Autor:Christine Féret-Fleury
Original: Au bois dormant
Übersetzung:Ilse Rothfuss
Teil einer Reihe: /
Format: Taschenbuch
Seitenzahl:416
Erscheinungstag: 18. Janura 2016
Preis: 9,99€
Kindle Edition: 7,99€
 
 
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Vom Leben eines normalen Teenagers kann Ariane Prudent nur träumen, denn ein Serienmörder hat sie seit ihrer Geburt im Visier. An ihrem sechzehnten Geburtstag soll sie sterben, mit einer Rose in der Hand. Fünfmal schon hat der "Dornröschenmörder" bewiesen, dass er seine Drohungen wahr macht. Doch Ariane beschließt, diesem Schauermärchen ein für alle Mal ein Ende zu setzen ... Quelle

Das Cover ist ein echter Hingucker und hat mich mit seiner Vielzahl an Farben sofort angesprochen. Zu sehen ist ein Mädchen mit blonden Locken und Rosenblättern vor dem Gesicht. Die Farben harmonieren perfekt und das Cover sieht einfach nur toll aus.

Warum wollte ich das Buch lesen?
Ich habe lange keinen Thriller mehr gelesen und das Cover und der Klappentext von "Dornröschentod" haben mich sofort angesprochen. Auch wenn es sich hier um einen Jugendthriller handelt habe ich eine spannende und packende Geschichte erwartet. 

Das Buch ist in vier Teile unterteilt. Geschrieben ist es in der personalen Erzählperspektive mit dem Schwerpunkt auf Ariane.

Ariane ist fünfzehn Jahre alt und lebt wohlbehütet in Toronto. Man könnte es eher als Leben in einem goldenen Käfig beschreiben, denn ihre Eltern passen sehr genau auf, was in Arianes Umwelt vor sich geht. Sie liebt das Fotografieren und hat ihre Kamera immer und überall mit dabei, um jeden Moment einzufangen, der ihr besonders erscheint. Ich mochte Ariane sehr gerne und habe sie für ihren Mut bewundert, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und etwas gegen ihr "Schicksal" zu unternehmen.

Die Idee mit dem Zusammenhang zu einem berühmten Märchen fand ich sehr interessant und die Umsetzung durch und durch gelungen. Die Autorin hat mich überrascht, in der Art wie sie die Parallelen von "Dornröschen" in ihre eigene Geschichte eingebaut hat. Ohne dabei das Märchen nachzuerzählen. Man sollte keine moderne Variante des bekannten Märchens erwarten, denn das Buch ist eine eigenständige Geschichte.

Da es ein Jugendthriller ist findet man keine allzu brutalen und blutrünstigen Szenen, was die Spannung in keinster Weise beeinflusst hat. Der Spannungsbogen baut sich auf und je weiter man in der Geschichte vorankommt umso mehr fesseln die Worte und Zeilen. Ich habe mitgerätselt wer der Mörder ist und ich tappte lange Zeit im Dunkeln. Es hat Spaß gemacht die Hinweise zusammenn zu puzzeln und dem Täter auf die Schliche zu kommen.

Das Ende hat mich dann doch überrascht und ich hätte nie mit solch einem Ausmaß gerechnet. Ich war schockiert über die Motive und die Vorgehensweise des Mörders. Der Leser begleitet Ariane auf eine düstere Reise ihrem Schicksal zu entgehen. Der bildhafte Schreibstil führt dazu, dass man sich die Handlungsorte ganz genau vorstellen kann und das Gefühl bekommt mitten im Geschehen zu stehen. 

Leider war das Finale wieder viel zu schnell vorbei und ich hätte mir noch ein bisschen mehr Action zum Schluss gewünscht. Trotzdem hat mir das Buch sehr gut gefallen und die Umsetzung konnte mich absolut überzeugen.

"Dornröschentod" ist ein spannender Jugendthriller mit einer authentischen Protagonistin und einer sehr gelungenen Umsetzung. 


Infos zur Autorin:

Nach Abschluss ihres literaturwissenschaftlichen Studiums blieb Christine Féret-Fleury zunächst an der Universität und forschte zum Thema "Text/Musik in der Oper". Danach arbeitete sie als Lektorin. 1996 erschien ihr erstes Jugendbuch, "Le petit tambour", und 1999 ein Erwachsenenroman, der mit dem "Prix Antigone" ausgezeichnet wurde. Seit 2001 widmet sich Christine Féret-Fleury neben ihren Lektoratstätigkeiten hauptsächlich dem Schreiben. Sie lebt in Paris. Quelle
 
*** Ich bedanke mich ganz herzlich beim Verlag und der Netzwerk Agentur Bookmark für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar ***
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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